MMS | Evaluierung und Optimierung von Mensch-Maschine-Systemen

Die Abteilung »Mensch-Maschine-Systeme« (MMS) ist darauf spezialisiert, komplexe Technologien und Prozessabläufe für den Menschen eindeutig und transparent darzustellen und die Interaktionen von Mensch und Technik zeit- und stressrobust zu gestalten. Die Vorgehensweise bei der Bearbeitung von Projekten und Studien setzt auf der Norm für die benutzerzentrierte Gestaltung interaktiver Systeme DIN ISO 9241-210 auf, deren Methoden, Verfahren und Werkzeuge laufend angewendet, überprüft und weiterentwickelt werden. Für den Praxistest werden neue Ideen in Hard- und Software nutzerzentriert umgesetzt.

Fachliche Kompetenzen liegen in der ergonomischen Systemanalyse und empirischen Bewertung von Mensch-Maschine-Systemen sowie in der Konzeption und nutzerzentrierten Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen mit Fokus auf Interaktion und Informationsdarstellung. Methodische Kompetenzen liegen bei Aufgaben- und Prozessanalysen, in der Modellierung und Simulation von Teamprozessen, Usability-Untersuchungen sowie in der Entwicklung von Prototypen.

Organisationsergonomie

Die Schwerpunkte der Forschungsgruppe »Organisationsergonomie« (OE) sind die Erforschung und Entwicklung ergonomischer Methoden und Werkzeuge zur Analyse und Optimierung von Arbeitsprozessen, die Entwicklung und Integration von Unterstützungstechnologien in vorhandene Arbeitssysteme sowie die Ausarbeitung von Übungs- und Trainingskonzepten.

 

Leitzentralen und Entscheidungsunterstützung

Die Schwerpunkte der Forschungsgruppe »Leitzentralen und Entscheidungsunterstützung«  (LuE) sind die menschzentrierte Gestaltung von militärischen Operations- und Simulationszentralen, die Untersuchung ergonomischer Interaktionskonzepte  und die Entwicklung von Assistenz- und Entscheidungsunterstützungssystemen.

 

Informationsvisualisierung und Interaktion

Die Schwerpunkte der Forschungsgruppe »Informationsvisualisierung und Interaktion« (IvI) sind die Entwicklung von Methoden zum Design von interaktiven Informationsdarstellungen, Entwicklung und Evaluation innovativer Schnittstellentechnologien und Visual Analytics für die intuitive Analyse großer, komplexer Datensätze.

 

Human Factors Analysis

Die Schwerpunkte der Forschungsgruppe »Human Factors Analysis« (HFA) sind die Evaluation und Optimierung von Mensch-Maschine-Schnittstellen, die multifaktorielle Bewertung von Nutzerzuständen und die Erforschung von Cybersickness sowie die Entwicklung und Bewertung von Konzepten im Bereich Digital Training.

 

Infrastruktur

  • Operationszentrale der Zukunft
  • Simulations- und Testumgebung
  • Usability-Labor
  • Labor für Adaptive Mensch-Maschine-Interaktion
  • Nutzerzustandserfassung und –diagnose
  • Entwicklung von Unterstützungs/Adaptierungsstrategien 

 

Gremien

  • IST-Panel Chair - NATO Science & Technology Organization: Information Systems and Technology Panel
  • NATO IST-141 - Exploratory Visual Analystics
  • Programmkomitee: IST-133 Specialists Meeting Visual Analytics for Cyber Security
  • IMO Sub-Committee on Navigation, Communications and Search and Rescue
  • NATO HFM-259 - Human Systems Integration Approach for Cyber Security
 

Projekt

NewsHawk® – Social Media Monitoring

Digitale Medien bieten zahlreiche Vorteile. Sie liefern Informationen, sind für jeden verfügbar und ermöglichen auch den Austausch zwischen Nutzern. Zugleich sind sie aber auch unübersichtlich und haben aufgrund intransparenter Algorithmen ihre eigene Verbreitungsdynamik. Das Fraunhofer FKIE hat mit NewsHawk® ein automatisiertes KI-Tool entwickelt, das das Monitoring der Sozialen Medien unterstützt. 

 

Projekt

Hafenüberwachung auf, über und unter Wasser

Terroristische Anschläge, Drogenschmuggel, Wirtschaftskriminalität – Szenarien für illegale Machenschaften, die sich zu Wasser, an Land oder auch im Luftraum eines Hafens abspielen, gibt es unzählige. Leider nicht nur fiktiv, sondern auch real. Dann gefährden sie die Sicherheitslage. Zur Unterstützung der Hafensicherheit entwickelt Fraunhofer FKIE zusammen mit ATLAS und Bremenports ein ziviles Hafenüberwachungssystem.

 

Projekt

Informationen über die Brandlage an Bord

Brennt ein Schiff in einem Hafen, obliegt die Zuständigkeit für die Brandbekämpfung der landseitigen Feuerwehr. Für deren Einsatzkräfte kein alltäglicher Einsatz, birgt ein Brand an Bord eines Schiffes doch besondere Bedingungen, Herausforderungen und Risiken. Im Rahmen des Forschungsprojekts EFAS wurde ein Konzept entwickelt, das die Kommunikation und Übermittlung wichtiger Lagedaten bei Schiffseinsätzen sicherstellt.

 

Projekt

Operationszentrale der Zukunft (OPZ)

Fenster gibt es in der Operationszentrale, die geschützt im Inneren des Schiffs liegt, keine. In Zukunft könnte die Aussicht von der Brücke jedoch synthetisch auf eine Panorama-Rundumsicht in der OPZ übertragen werden. In Wachtberg ist die Vision für Besucher der »Operationszentrale der Zukunft« jetzt schon greifbar.

 

Forschungsschwerpunkt

Adaptive Mensch-Maschine-Interaktion

Durch neue Technologien und die zunehmende Automatisierung entstehen komplexe Mensch-Maschine-Systeme, in denen beide reibungslos interagieren müssen. Kritische kognitive Zustände des Menschen können dies jedoch beeinträchtigen. Bei adaptiver Mensch-Maschine-Interaktion werden kritische Nutzerzustände diagnostiziert und das Verhalten der Technik dynamisch daran angepasst. Ziel ist es, den Menschen situationsangemessen zu unterstützen.

 

Forschungsschwerpunkt

Optimierung sicherheitskritischer Systeme

Im mobilen Usability-Labor »AMbER« werden Untersuchungen durchgeführt, um sicherheitskritische technische Systeme mithilfe von Usability Tests, Expertenbewertungen, Experimenten, Feldstudien oder Erprobungen zu evaluieren und zu optimieren. Neben klassischen Usability-Methoden werden dabei neue Methoden der Nutzerzustandserfassung eingesetzt.

 

Projekt

Virtual Reality in der Missionsplanung

Unbemannte Systeme werden verstärkt von Einsatzkräften wie dem Militär, der Polizei sowie der Feuerwehr genutzt, um in gefährlichen Situationen Aufgaben zu übernehmen und durch ihre Sensoren zusätzliche Informationen zu liefern. Für eine bestmögliche Unterstützung der Einsatzkräfte ist es daher wichtig, dreidimensionale Räume erfassbar zu machen und die Zusammenarbeit zwischen Einsatzkräften sowie unbemannten Systemen zu koordinieren.

 

Projekt

Fernunterstützung dank immersiver Technologie

Nicht erst in der Corona-Krise zeigte sich, wie wichtig und zugleich schwierig verteilte Zusammenarbeit trotz fortschrittlicher digitaler Lösungen ist. Nicht direkt vor Ort zu sein, erschwert Diskussionen und die Identifizierung von Problemen. Im Projekt »re:pair« werden immersive Technologien wie Augmented und Virtual Reality (AR/VR) eingesetzt, um den Eindruck vom Gefühl vor Ort zu vermitteln, selbst wenn die Teilnehmer mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt sind.

 

Projekt

»Digital Training«

Wie kann Ausbildung konkret verbessert werden? Dieser Frage stellt sich das interdisziplinäre FKIE-Team »Digital Training«. Gemäß dem Leitgedanken »Didactic first« spielen dabei die Nutzeranforderungen, die ergonomische Gestaltung von Trainingsmitteln sowie ihre zweckmäßige Einbindung in den Trainingsprozess eine zentrale Rolle für einen nachhaltigen Lernerfolg.