Team FKIE stellt sich vor

»Als FKIE-HiWi habe ich mehr gelernt als an der Uni«

An seiner ehemaligen Uni, der RWTH Aachen, ist Souradip auch jetzt noch regelmäßig, denn das Fraunhofer FKIE ist eng mit der Aachener Universität verzahnt. Hier zum Beispiel bei der Karrieremesse »bonding Aachen«, bei der Souradip aus erster Hand über seinen Arbeitgeber, den spannenden Arbeitsalltag und die vielen Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten an seinem Institut informiert.

Souradip, du kommst aus Indien und hattest dort bereits deinen Bachelor in Informatik absolviert, bevor du im März 2015 nach Deutschland gekommen bist, um hier an der RWTH Aachen den Master anzuschließen. Wie kam es zu diesem mutigen Schritt?

Souradip: Ich wusste immer, dass ich einmal in der Forschung arbeiten möchte. Doch dazu bieten sich dir in Indien nicht viele Chancen. Ich wollte daher nach Europa, um Erfahrungen zu sammeln, und dann später eventuell wieder zurückkehren. Für mein Master-Studium hatte ich mich daher an einigen Universtitäten beworben, darunter auch die TU Delft und das KTH Royal Institute of Technology in Stockholm. Aber der Lehrplan der RWTH Aachen war einfach am nächsten dran an dem, was ich gerne studieren wollte. Daher ging die Reise nach Deutschland.

 

Den Master hast du dann im November 2017 erfolgreich abgeschlossen. Seit Januar 2018 bist du wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer FKIE. Ein ganz schön reibungsloser und zielstrebiger Durchlauf kann man sagen. Wie bist du von Aachen aus auf das FKIE aufmerksam geworden?

Souradip: Am Fraunhofer FKIE arbeite ich bereits seit November 2015. Ich habe damals an der RWTH eine Vorlesung von Dr. Marc Adrat, FKIE-Forschungsgruppenleiter, besucht und ihn gefragt, ob er eventuell einen Studentenjob für mich wüsste. Zufälligerweise suchte einer seiner Mitarbeiter gerade eine studentische Hilfskraft zur Unterstützung in einem Projekt. So bin ich also schon ab dem zweiten Semester zweimal wöchentlich per ÖPNV von Aachen aus zum FKIE nach Wachtberg gependelt. Das war anstrengend, aber die Arbeit war so gut und interessant, dass ich es gern gemacht habe. Von Anfang an habe ich in der Abteilung KOM (»Kommunikationssysteme«) mitgearbeitet: Erst als Student, dann habe ich dort mein Pflicht-Praktikum absolviert und meine Masterarbeit geschrieben und jetzt bin ich bereits seit zwei Jahren fester Mitarbeiter. Das ist toll!

 

Uni und parallel FKIE – lässt sich das gut vereinen?

Souradip: Ich muss sagen, dass ich als HiWi am FKIE mehr gelernt habe als in meiner ganzen Zeit an der Uni. Du lernst hier on the jobfirst-hand experience. Das macht Spaß. Das Studium ist viel theoretischer. Am FKIE arbeite ich in der Forschungsgruppe »Software Defined Radio«, also im Bereich Funk. Das ist superspannend. Gemeinsam hatten wir in der Gruppe auch das Thema für meine Masterarbeit besprochen und festgelegt. Es sollte optimalerweise ein Thema sein, an dem ich ohnehin arbeite und von dem auch die Arbeit der Gruppe profitiert. So habe ich mich also mit Channel Coding und Error Correcting Codes im Funkbereich beschäftigt. Ein Kollege hat die Arbeit betreut.

 

Wie schaut ein Standardtag am FKIE für dich aus?

Souradip: Ein ganz normaler Tag am FKIE besteht für mich zu ungefähr 40 Prozent aus Forschung, das heißt, wissenschaftliche Artikel lesen et cetera, 40 Prozent Coding und 20 Prozent Schreiben. Letzteres mache ich eigentlich am wenigsten gern.

 

Was gefällt dir besonders am FKIE?

Souradip: Mir gefällt die Arbeit, sie ist sehr spannend und flexibel und bietet dir viele Möglichkeiten. Außerdem mag ich meine Kolleginnen und Kollegen. Sie sind alle sehr freundlich und warmherzig. Ich fühle mich sehr, sehr wohl.

 

Du hast deine Masterarbeit am FKIE geschrieben. Der nächste Schritt wäre jetzt die Promotion. Wie schaut's aus?

Souradip: Prinzipiell hätte ich schon Lust. Bislang habe ich aber noch nicht das richtige Thema gefunden, an dem ich die nächsten vier bis sechs Jahre arbeiten möchte. Ich habe mir vorgenommen, mich im nächsten Jahr zu entscheiden. Entweder dann oder gar nicht. Zumindest denke ich jetzt gerade so. In jedem Fall ist das FKIE ein toller Arbeitgeber, um zu promovieren. Das wird hier sehr unterstützt.