In der Systemergonomie wird die Robotik als wertvolles Werkzeug eingesetzt, um die Interaktion mit hochautomatisierten Systemen zu gestalten und systematisch zu evaluieren. Miniaturfahrzeuge und Drohnen dienen dabei nicht nur als technologische Plattformen, sondern auch als flexible und kreative Testumgebungen. Sie ermöglichen die Entwicklung und erste Bewertung innovativer Lösungen, ohne dass unmittelbar auf große reale Fahrzeuge zurückgegriffen werden muss. Dies reduziert nicht nur den logistischen Aufwand, sondern spart auch Zeit und Treibstoff.
Durch den Einsatz dieser Technologien können Mensch-Technik-Interaktionen bereits früh im Entwicklungsprozess in realitätsnahen Szenarien untersucht werden, in denen Umwelteinflüsse eine entscheidende Rolle spielen. So wird frühzeitig die Grundlage für eine benutzerfreundliche und effiziente Gestaltung von Schnittstellen gelegt.
Häufig werden die Labore der Systemergonomie miteinander verknüpft. Beispielsweise können unbemannte Systeme aus dem Exploroscope heraus über eine Bedien- und Kontrollstation teleoperiert werden. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Kognitive Mobile Systeme (CMS) wird hierfür unter anderem das von CMS betriebene Robotik-Außengelände am Standort Wachtberg genutzt.
Auf diese Weise unterstützt die Robotik maßgeblich die Entwicklung zukünftiger Soldat-Maschine-Schnittstellen für landgestützte Plattformen sowie unbemannte Systeme unterschiedlichster Art.