Die Entwicklung und Beschaffung wehrtechnischer Ausrüstung kann Jahre bis Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Dennoch soll diese dann auf dem neuesten Stand der Technik sein. Eine umfassende Vorausschau möglicher technologischer Zukunftsentwicklungen kann einen wesentlichen Beitrag zur Auflösung dieses Widerspruchs für die wehrtechnische Forschungs- und Technologieplanung leisten.
Seit Beginn der 1970er Jahre besteht der Grundauftrag der Forschungsgruppe darin, Entscheidungsunterstützung für das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und dessen nachgeordnete Amtsbereiche in allen Fragen der technologischen Entwicklung und deren Implikationen für dessen F&T-Planung zu bieten.
Die technologieorientierte Zukunftsforschung generiert Entscheidungswissen über wahrscheinliche naturwissenschaftliche und technische Zukunftsentwicklungen sowie deren potenzielle militärische Relevanz. Dazu gehören insbesondere auch die Früherkennung neuer technologischer Entwicklungen im Rahmen eines 360°-Technologie-Scannings und -Monitorings sowie die Identifikation damit verbundener Chancen und Risiken für Verteidigung und Sicherheit.
Das Team besteht aus Forschenden aller relevanten naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen mit langjähriger Praxiserfahrung in der Zukunftsforschung. Aufgrund der ebenso langjährigen, engen Zusammenarbeit mit dem BMVg und seinen nachgeordneten Dienststellen haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch vertiefte Kenntnis über Strukturen, Prozesse und Bedarfe im Verteidigungsbereich. So können die Forschungsergebnisse optimal auf den Auftraggeber zugeschnitten werden. Zur Sicherstellung der Qualität der eigenen Prozesse und Ergebnisse dient auch der regelmäßige Austausch in internationalen Kooperationen. So wirken die Mitarbeitenden der Forschungsgruppe kontinuierlich in internationalen Gremien von EDA und NATO mit sowie bearbeiten Projekte für die EDA, EU-Kommission und vergleichbare europäische Kooperationspartner.