Bei Aufgaben, die für Menschen ein zu hohes Risiko bedeuten, unterstützen Roboter. So beispielsweise im Bereich der CBRNE-Aufklärung. CBRNE steht für »Chemical, Biological, Radiological, Nuclear and Explosive«. Darunter fallen auch aggressive Gefahrstoffe und radioaktive Verstrahlung, welche die Streit- und Sicherheitskräfte im Einsatzfall vor extreme Herausforderungen stellen. Eine Gefahr für Leib und Leben kann trotz richtiger Ausrüstung und intensiver Schulung nie vollkommen ausgeschlossen werden. Roboter, die mit CBRNE-Sensorik und autonomen Assistenzfunktionen ausgestattet sind, übernehmen hier.
Unterstützt von der Bundeswehr und der Bundespolizei erforscht die Abteilung »Kognitive Mobile Systeme« die intelligente Kombination von CBRNE-Aufklärungssensorik, Navigationsstrategien und Geodatenverarbeitung. Zudem befasst sie sich mit der Entwicklung intelligenter Assistenzfunktionen, die eine entfernte Steuerung von Robotern deutlich einfacher und intuitiver gestalten oder Teilaufgaben sogar vollkommen automatisiert erledigen.
Dabei wird durch die Fusion von Sensordaten unter anderem die Generierung eines gemeinsamen Lagebildes untersucht, das Einsatzkräften als verbesserte Entscheidungsgrundlage dienen soll. Ebenso werden Verfahren erforscht, um ein solches Lagebild beispielsweise an ein Battle-Management-System (BMS) zu übermitteln. Hierfür sind ein effizienter Informationsaustausch und eine nahtlose Integration verschiedener Systeme notwendig. Dazu werden Schnittstellen und Standards erforscht sowie Fragestellungen der Interoperabilität (z. B. in der NATO) und der zivil-militärischen Zusammenarbeit (CIMIC/ZMZ) betrachtet.