Ausbildung & Training

Die Digitalisierung hat unsere Lebens- und Arbeitswelt revolutioniert. Diese Entwicklung wird weiter voranschreiten und neben vielen Vorteilen auch neue Herausforderungen mit sich bringen. Kürzere Innovationszyklen bedingen einen stetigen Bedarf an individueller Qualifizierung. Darüber hinaus verändert sich die Rolle des Menschen im Zusammenspiel mit der Technik grundlegend. Adaptiv agierende Systeme mit einem zunehmenden Grad an Autonomie und einer unglaublich schnellen Datenverarbeitung müssen gerade in kritischen Umgebungen transparent und kontrollierbar bleiben.

Das Systemdesign ist dabei ein wesentlicher Faktor, aber auch die Fähigkeiten des Menschen spielen eine ganz erhebliche Rolle. Aus diesem Grund widmet sich das Fraunhofer FKIE zunehmend dem Thema »Ausbildung und Training«. Dabei geht es wie beim Lernlabor Cybersicherheit einerseits um sehr konkrete Angebote sowie andererseits um die Entwicklung, Erprobung und Bereitstellung neuer Methoden und Technologien für das Training. Beispielhaft zu nennen sind hier die verteilte Simulation bei der Ausbildung an komplexen Systemen oder die Nutzung von VR/AR-Lösungen bei der Wartung großer Plattformen wie Flugzeugen oder Schiffen. Prinzipiell richten sich die Angebote des Fraunhofer FKIE vorrangig an professionelle Anwender aus den Bereichen Verteidigung und Sicherheit. Das Institut arbeitet hierbei mit verschiedenen Hochschulpartnern zusammen, um die Potenziale derartiger Kompetenznetzwerke zu nutzen.

 

Forschungsschwerpunkt

»Digital Training«

Wie kann Ausbildung konkret verbessert werden? Dieser Frage stellt sich das interdisziplinäre FKIE-Team »Digital Training«. Gemäß dem Leitgedanken »Didactic first« spielen dabei die Nutzeranforderungen, die ergonomische Gestaltung von Trainingsmitteln sowie ihre zweckmäßige Einbindung in den Trainingsprozess eine zentrale Rolle für einen nachhaltigen Lernerfolg.

 

Projekt

Fernunterstützung dank immersiver Technologie

Nicht erst in der Corona-Krise zeigte sich, wie wichtig und zugleich schwierig verteilte Zusammenarbeit trotz fortschrittlicher digitaler Lösungen ist. Nicht direkt vor Ort zu sein, erschwert Diskussionen und die Identifizierung von Problemen. Im Projekt »re:pair« werden immersive Technologien wie Augmented und Virtual Reality (AR/VR) eingesetzt, um den Eindruck vom Gefühl vor Ort zu vermitteln, selbst wenn die Teilnehmer mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt sind.

 

Presseinformation

Früherkennung von Motion Sickness

Die Pilotenausbildung ist für die Bundeswehr eine aufwendige und kostenintensive Aufgabe. Erkranken Anwärter an Kinetose, umgangssprachlich auch als Reise- oder Bewegungskrankheit bekannt, führt dies zu Verzögerungen und Mehrkosten. Das Projekt »KiRis« hat das Ziel, eine KI- und simulatorgestützte Methode zur Früherkennung des Risikos zu entwickeln.

 

Projekt

Wartung von Luftfahrzeugen mit AR

Zur Gewährleistung eines sicheren Betriebs stellen Flugzeughersteller Wartungsdokumente zur Verfügung. Diese Dokumente sind oft sehr komplex und umständlich in der Handhabung. Augmented Reality (AR) überlagert das Sichtfeld des Benutzers mit virtuellen Inhalten und ersetzt hierdurch die Wartungsdokumente. Auf diese Weise soll AR den Benutzer bei der Durchführung von Wartungsaufgaben unterstützen.

 

Fortbildung & Lehre

Lernlabor ­Cybersicherheit

Das Lernlabor Cybersicherheit mit dem Fokus auf »Hochsicherheit und Emergency Response« ist ein gemeinsames Weiterbildungsprogramm des Fraunhofer FKIE sowie der Hochschulen Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS), Niederrhein (HSNR) und Mittweida (HSMW). Fachleute aus Wirtschaft, Industrie und Behörden erhalten Fortbildungstrainings mit hohem Praxisanteil zum Thema »Cybersicherheit«.

 

 

Forschungsschwerpunkt

Adaptive Mensch-Maschine-Interaktion

Durch neue Technologien und die zunehmende Automatisierung entstehen komplexe Mensch-Maschine-Systeme, in denen beide reibungslos interagieren müssen. Kritische kognitive Zustände des Menschen können dies jedoch beeinträchtigen. Bei adaptiver Mensch-Maschine-Interaktion werden kritische Nutzerzustände diagnostiziert und das Verhalten der Technik dynamisch daran angepasst. Ziel ist es, den Menschen situationsangemessen zu unterstützen.