Tagung mit Ausstellung  /  4.6.2019  -  5.6.2019

DWT »Unbemannte Systeme«

Wie in der zivilen Nutzung sind die Möglichkeiten und Gefahren von Drohnen auch im militärischen Kontext gleichermaßen relevant. Und ebenso wie im zivilen Umfeld entfalten sich die technischen Möglichkeiten in immer rasanterem Tempo.

Militärisch gilt es, technisch Machbares und sich abzeichnende Trends zu kennen, um bewerten zu können, welche »unbemannten Fähigkeiten« jetzt und zukünftig für die Bundeswehr relevant sind – und welcher Abwehrmechanismen es bedarf.

So bietet auch das VII. DWT-Symposium »Unbemannte Systeme« eine große Bandbreite spannender Themen an, die im Plenum und in Panel Sessions diskutiert werden:

  • Counter UxS und Schutz
  • Plattform, Sensorik, Kommunikation
  • Teaming, FCAS, MGCS
  • Zulassung von UAV und Luftraumintegration

 

Das Fraunhofer FKIE stellt vor:

Die Abteilungen »Kognitive Mobile Systeme« (CMS), »Sensordatenfusion« (SDF) und »Systemergonomie« (SE) präsentieren an Stand S4 aktuellste Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit mit Exponaten zu folgenden Themen:

3D-Rekonstrustruktion zur Detailaufklärung (CMS)

Das Exponat stellt eine Methode der aktiven 3D-Rekonstruktion zur Detailaufklärung vor und in einer Live-Demonstration die Funktionsfähigkeit unter Beweis. Detailtreue und Vollständigkeit der gesammelten Informationen sind für die erfolgreiche Interaktion eines unbemannten Systems mit Gegenständen ebenso entscheidend wie für die Aufklärung und Gefahrenbeurteilung aus sicherer Distanz. FKIE-Wissenschaftler haben daher ein System entwickelt, das mittels eines Sensors an einem Manipulator Oberflächenstrukturen abscannt und aus den Einzelaufnahmen vollständige 3D-Modelle von hoher Präzision rekonstruiert.

Visuelle Lokalisierungsmethode für UAS und C-UAS (SDF)

Demonstriert wird eine visuelle Lokalisierungsmethode, die es einem UAS (Unmanned Aerial System) ermöglicht, sich trotz Störung des GNSS weiter zu lokalisieren und zu navigieren. Dies betrifft sowohl den Einsatz eigener UAS in gestörten Umgebungen als auch zukünftige C-UAS-Systeme, deren Effektoren entsprechend angepasst werden müssen. Bisher können UAS effektiv abgewehrt werden, indem – in einem zu schützenden Bereich – das Signal des Satellitennavigationssystems (GNSS, z. B. GPS) gestört wird. Dies beeinträchtigt jedoch u. a. auch die eigenen Flugsysteme. Die Navigation eines (eigenen) UAS lässt sich jedoch auch durch andere Sensoren lösen. Der Einsatz der von Fraunhofer FKIE entwickelten Methode macht das UAS unabhängig von GNSS-Signalen. In einem Versuch konnte gezeigt werden, dass mit dieser Methode die Position mit einer Fehlergenauigkeit von unter 10 Metern bestimmt werden kann. Damit liegt sie nahezu auf Augenhöhe mit GNSS.

Studie zu Sichtergänzungs- und Sichtersatzmitteln für Bundeswehrfahrzeuge (SE)

Live an einem Simulator werden die Ergebnisse einer Studie zu unterschiedlichen Sichtergänzungs- und Sichtersatzmitteln für Bundeswehrfahrzeuge vorgestellt. Die Besucher sind zudem herzlich eingeladen, den Simulator auch live auszuprobieren. Motiviert durch die weltpolitische Lage und angetrieben durch technischen Fortschritt werden Fahrzeuge der Bundeswehr neu konzipiert oder durch Kampfwertsteigerungen angepasst. Studie und Simulator beantworten Fragestellungen zu Sichtsystemen für verschiedene Rollen. Konkret für das  urbane Umfeld sind die benötigten Sichtbereiche zu überprüfen, der Zusammenhang von Kamera- und Monitorsystem zu beschreiben, der Wechsel zwischen elektronischer und natürlicher Sicht (Monitor vs. Winkelspiegel) zu untersuchen und grundsätzliche Fragen zum Bedien- und Arbeitsplatz abzusichern.

 

Vortrag Tagung

Dienstag, 4. Juni 2019, 12:00 Uhr
»AI-driven Fusion & Management – Schlüssel zum Schutz vor und von Unbemannten Systemen«
Prof. Dr. Wolfgang Koch, Leiter der Abteilung »Sensordatenfusion« (SDF)

 

Panel-Session »Counter UxS und Schutz«

Dienstag, 4. Juni, 16:40 Uhr
»GPS Jamming umgehen mithilfe von visueller Lokalisierung«
Michael Schleiss, Abteilung »Sensordatenfusion« (SDF)

 

Panel-Session »Plattform und Sensorik«

Mittwoch, 5. Juni, 09:30 Uhr
»3D-Rekonstruktion zur Detailaufklärung und Manipulation mit einem UGV«
Dominik Alexander Klein, Abteilung »Kognitive Mobile Systeme« (CMS)

Mittwoch, 5. Juni, 09:50 Uhr
»Effizientes automatisiertes Erstellen von CBRN-Messwertkarten«
Frank Höller, Abteilung »Kognitive Mobile Systeme« (CMS)