Online-Konferenz/-Forum  /  28. Oktober 2021, 10:00 – ca. 14:30 Uhr

»Hybride Bedrohungen«

»Hybride Bedrohungen« sind schon lange Realität und trotzdem nicht unmittelbar spürbar. Statt offener Konflikte, geschieht ein Großteil der Aktivitäten im Verborgenen und in der Grauzone zwischen Friedensbetrieb und Grenze zum Konflikt. Als potenzielle Aggression feststellbare Aktionen können zu jedem Zeitpunkt zumindest abgestritten und beispielsweise als Missverständnis, Versehen während einer Übung oder verursacht durch einen technischen Defekt dargestellt werden. Zudem finden heutige Konflikte in allen Domänen statt, insbesondere im Cyber- und Informationsraum.

Falschmeldungen werden durch generative Künstliche Intelligenz mit realistischen Bild- und Videomaterial (»Deep Fakes«) unterfüttert, Kritische Infrastrukturen von Cyber-Angriffen lahmgelegt. Daneben agieren nicht-staatliche oder zumindest nicht als staatlich zu erkennende Akteure in der physischen Welt sowie Gruppierungen, die über Medien manipuliert und auf diese Weise für fragwürdige Zwecke eingesetzt werden. Die Bandbreite potenzieller Zusammenhänge über sämtliche Domänen und ihrer Interpretationsmöglichkeiten ist groß und entsprechend herausfordernd ist es, hybride Bedrohungen zu erkennen.