Konferenz/Forum  /  20.11.2019, 09:00 - ca. 16:00 Uhr

»Einsatz von KI zur Abwehr von Angriffen aus dem Cyber- und Informationsraum«

In den letzten Jahren lässt sich eine zunehmende Professionalisierung bei Angriffen aus dem Cyber- und Informationsraum erkennen, die sich nicht nur auf die Werkzeuge, sondern auch auf die Strategien der Täter auswirkt. Ferner sind die Angriffe nicht mehr ausschließlich auf IT-Systeme gerichtet, sondern auch der Mensch beziehungsweise die Gesellschaft liegt zunehmend im Fokus der Angreifer. So werden durch sogenannte Trollfabriken gezielt Falschmeldungen über soziale Medien verbreitet, um die öffentliche Meinung zu manipulieren und somit Einfluss auf politische Entscheidungen auszuüben.

Durch die stetig gestiegene zur Verfügung stehende Rechenleistung kann KI mittlerweile in vielen neuen Bereichen sinnvoll eingesetzt werden. So auch in der Bekämpfung von Cyber-Angriffen. Durch KI-gestützte Anomalieerkennung lassen sich Angriffe detektieren. Systeme können sich selbstständig gegen Angriffe abhärten. Dies wird seit vielen Jahren in der Cyber Grand Challenge erprobt. Auch Fake News lassen sich KI-unterstützt automatisiert erkennen, was Forscher des Fraunhofer FKIE jüngst demonstrierten.

Dennoch ist KI nicht das Allheilmittel in der Abwehr von Cyber-Angriffen, denn nicht jedes Problem lässt sich mit ihrer Hilfe lösen. Hinzu kommt der Datenschutz, der in Europa einen großen Stellenwert hat und den Einsatz von den meist datenhungrigen KI-Ansätzen stark begrenzt.

Im Rahmen des Forums am 20. November 2019 sollen Beispiele für fachliche Problemstellungen und industrielle Lösungsansätze sowie aktuelle Arbeiten aus Wissenschaft und Forschung vorgestellt und unter folgenden Gesichtspunkten diskutiert werden: 

  • Welche Ansätze gibt es?
  • Welche Chancen ergeben sich und wo liegen die Grenzen?
  • Was ist Medienhype , was Verkaufsstrategie und was realistisch machbar?
  • Wo liegen die Risiken beim Einsatz von KI?
  • Wie verträgt sich der Einsatz von KI mit europäischem Datenschutz?