Zweiter renommierter Förderpreis für Masterarbeit von FKIE-Wissenschaftler Kevin Wilkinghoff

24.1.2019

Mit seiner Masterarbeit »Neuronale Netze in der Sprechererkennung« hat Kevin Wilkinghoff, Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE in Wachtberg und Informatik-Absolvent der Universität Bonn, den dritten Platz des VDI-Förderpreises des Kölner Bezirksvereins erzielt.

© VDI Kölner Bezirksverein e.V.
Bereits zum zweiten Mal als herausragend ausgezeichnet wurde die Masterarbeit »Neuronale Netze in der Sprechererkennung« des Informatikers und FKIE-Wissenschaftlers Kevin Wilkinghoff (r.). Nach dem ersten Platz des AFCEA-Studienpreises erzielte sie jetzt auch beim Kölner VDI-Förderpreis 2018 den 3. Platz.
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Die Arbeit betreute Prof. Dr. Frank Kurth (l.), Leiter der Arbeitsgruppe »Audiosignalverarbeitung« am Institut für Informatik 4 der Universität Bonn sowie der Forschungsgruppe »Aufklärung und Störung« am Fraunhofer FKIE. Letztere unterstützt Wilkinghoff weiterhin als wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Der Preis des Vereins Deutscher Ingenieure wurde bereits zum 36. Mal von dem Kölner Netzwerk für besonders herausragende Abschlussarbeiten (Diplom, Bachelor und Master) der ingenieur-wissenschaftlichen Fachrichtungen der Universitäten und Fachhochschulen verliehen. Er soll junge Absolventinnen und Absolventen zur Ingenieursausbildung und -weiterbildung motivieren. Bereits die Auswahl als einzureichender Beitrag stellt in diesem Wettbewerb eine Auszeichnung dar, darf doch jede Hochschule im Köln/Bonner Raum für jeden ingenieurwissenschaftlichen Fachbereich nur eine einzige Abschlussarbeit ins Rennen schicken.

»Die Sprechererkennung ist ein für die Bundeswehr und die Sicherheitsbehörden hochrelevantes Aufklärungsinstrument«, so Wilkinghoff, der bereits im vergangenen September für seine Masterarbeit mit dem ersten Platz des renommierten AFCEA-Studienpreises ausgezeichnet worden war.

»Unsere Idee war es, verschiedene Erkennungsmodelle zu vergleichen und zu kombinieren. Zusammen mit anderen am Fraunhofer FKIE neu entwickelten Sprachmerkmalen sollte so die bestmögliche Methode herausgefunden werden, um aus einer Masse von Audiodaten möglichst zuverlässig bestimmte Sprecher herauszufiltern«, erläutert der stolze Preisträger. »Mittels unserer neuen Technologie konnten wir die Fehlerrate bei der Sprechererkennung im betrachteten Anwendungsfall von 5 Prozent bei Verwendung klassischer Methoden auf nunmehr 1,4 Prozent senken.«

Inspiriert zu diesem Thema hatte ihn sein Dozent Prof. Dr. Frank Kurth, Leiter der Arbeitsgruppe »Audiosignalverarbeitung« am Institut für Informatik 4 der Universität Bonn sowie der Forschungsgruppe »Aufklärung und Störung« am Fraunhofer FKIE. Am FKIE wird schwerpunktmäßig für die Bundeswehr und für zivile Sicherheitsbehörden im Bereich der Verarbeitung von Signalmassendaten geforscht.

Professor Kurth holte den talentierten Nachwuchsinformatiker als Studentische Hilfskraft an das FKIE und betreute ihn bei der Masterarbeit zusammen mit seinem Kollegen Dr. Paul Baggenstoß. Er war es auch, der die erfolgreiche Abschlussarbeit für den AFCEA-Studienpreis sowie über die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Bonn für den VDI-Förderpreis einreichte.

»Kevin Wilkinghoff brachte sehr gutes Rüstzeug aus den relevanten Gebieten der Informatik, Signalverarbeitung und Mathematik mit an unser Institut«, sagt Kurth über seinen Mitarbeiter. »Seine wissenschaftlichen Ansätze führten zu einer signifikanten Verbesserung bestehender Lösungen. Mittlerweile hat Herr Wilkinghoff sogar eine Verbesserung der Fehlerrate auf nur noch 0,5 Prozent erreicht«, berichtet Kurth.

Für den dritten Platz unter den insgesamt 17 wissenschaftlich hochkarätigen Wettbewerbsbeiträgen erhielt Kevin Wilkinghoff 500 Euro Preisgeld, die ihm im Rahmen des feierlichen »Tec.meet.Ing«, dem Jahresempfang des VDI-Bezirksverbands, überreicht wurden.