Bonner Universitäts-Professorin profitiert von »Fraunhofer TALENTA«, einem gezielten Förderprogramm für hervorragende Wissenschaftlerinnen

4.10.2016

Wachtberg/Bonn. Junior-Professorin Dr. Delphine Reinhardt vom Institut für Informatik 4 an der Universität Bonn und vom Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE in Bonn und Wachtberg wurde in das Fraunhofer-Karriereprogramm TALENTA speed up aufgenommen. Die Fraunhofer-Gesellschaft fördert Frau Prof. Reinhardt für zwei Jahre mit „Karrierezeit“ und Qualifizierungsmaßnahmen. »Fraunhofer TALENTA«: Ein gezieltes Förderprogramm zum Entwickeln von hervorragenden Wissenschaftlerinnen

© Foto Matthias Heyde/Fraunhofer

»Fraunhofer TALENTA«: Ein gezieltes Förderprogramm zum Entwickeln von hervorragenden Wissenschaftlerinnen

Die Fraunhofer-Gesellschaft als die größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissenschaftlerinnen aus den MINT-Fächern zu fördern. Davon profitiert jetzt die Bonner Junior-Professorin Dr. Delphine Reinhardt, die sichtlich erfreut ist über diese Möglichkeit. Das TALENTA-Programm unterstützt dieses Ziel der Fraunhofer-Gesellschaft, indem es ausgewählten Wissenschaftlerinnen auf drei verschiedenen Karrierestufen Networking, Weiterbildung und Unterstützung bei der Karriereplanung ermöglicht: TALENTA start für alle Hochschulabsolventinnen, die den Einstieg in die angewandte Forschung und ihre Karriere mit Fraunhofer gerade starten, TALENTA speed up für berufserfahrene Wissenschaftlerinnen mit Motivation und Potential zur Übernahme von Führungs- oder Fachverantwortung, in das auch Junior-Professorin Dr. Delphine Reinhardt aufgenommen wurde und, als dritte Säule, TALENTA excellence für etablierte Wissenschaftlerinnen in Führungspositionen.

In einem gemeinsamen Kick-off, bei dem sich die Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland kennenlernen und Verbindungen zu anderen Instituten knüpfen können, geht es um das Thema Standortbestimmung und Profilentwicklung. Über zwei Jahre erhalten die Teilnehmerinnen dann Gelder, die sie für Ihre individuelle Weiterentwicklung und Qualifizierung einsetzen können. 

„Neue Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten“ für die eigene Forschung 

Schon im letzten Jahr erhielt eine Wissenschaftlerin des FKIE die TALENTA-speed-up-Förderung: Jessica Conradi aus der Abteilung Human Factors hat das Programm hauptsächlich zur fachlichen Weiterentwicklung und zur Vertiefung ihrer Forschung genutzt: „Ich finde es sehr gut, dass man die Möglichkeit hat, sich seine ganz individuelle Förderung zusammenzustellen“, betont sie. Ihr Ziel bei Beginn der Förderung war der Abschluss ihrer Promotion, welches sie bis zum Ende des Programms auch erreichen wird.

Für Delphine Reinhardt stehen einerseits das Networking und der Erfahrungsaustausch mit anderen Wissenschaftlerinnen im Vordergrund, die ihr neue Perspektiven auf ihre eigene Arbeit ermöglichen. Auf die Frage, was die Nachricht, dass sie in das Programm aufgenommen wurde, für sie persönlich bedeutet, fügt sie hinzu, dass das Programm ihr andererseits neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffne, wie etwa einen Auslandsaufenthalt zur Generierung neuer Projekt- und Forschungsideen. »Das Programm hat für mich einen doppelten Effekt: Da ist natürlich auf der einen Seite der Aspekt der Persönlichkeitsentwicklung. Durch Networking und Karriereentwicklung kann ich meine Qualitäten als Führungskraft und auch als Wissenschaftlerin weiterentwickeln. Auf der anderen Seite habe ich auf diese Weise die Möglichkeit meine Arbeit und meine Forschungsgruppe fachlich-strategisch voranzubringen«, betont sie. 

Forschung zum Schutz der Privatsphäre im Cyberspace 

2013 promovierte Delphine Reinhardt mit Auszeichnung zum Thema „Privacy in Participatory Sensing“ im Fachbereich Informatik an der Technischen Universität Darmstadt und dem Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED). Seit 2014 ist Delphine Reinhardt Junior-Professorin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität und Leiterin der im Aufbau begriffenen Arbeitsgruppe „Privacy and Security in Ubiquitous Computing“ am Fraunhofer FKIE. Und hat damit in nur kurzer Zeit nach ihrer Dissertation den Sprung in eine leitende Funktion geschafft. In ihrem Forschungsschwerpunkt widmet sie sich dem Schutz der Privatsphäre im Cyberspace und verbindet damit einerseits ihr persönliches Forschungsinteresse mit einer strategisch-zukunftsorientierten Ausrichtung. Andererseits betrachtet sie Technologie immer, getreu dem Motto des Fraunhofer FKIE, in Zusammenhang mit dem Faktor Mensch, dem Nutzer. 

Ansprechpartner

Jun.-Prof. Dr. Delphine Reinhardt  |  delphine.reinhardt@fkie.fraunhofer.de  |  Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE , Friedrich-Ebert-Allee 144, 53113 Bonn  |  Tel:  +49-228-73-60551